30 Oktober 2010

Seerose

Die Seerose in dem Bild unten habe ich in einem Teich eines öffentlichen Gartens gefunden. Es war schon recht spät am Abend (wir haben es gerade noch aus dem Garten geschafft, bevor die Tür hinter uns abgesperrt wurde) und schon recht dunkel. Ich hatte keinen Blitz zur Hand, also habe ich ein paar Aufnahmen bei ISO 800 gemacht mit der Absicht, die wunderbaren dunkelrosa Blütenblätter und und das satte dunkelgelb der Stamina gegen die Reflektionen auf dem dunklen Wasser einzufangen.

Es kommt oft anders und so stellte sich dann heraus, dass ich das recht starke Rauschen in dem Farbbild überhaupt nicht ansprechend finde. Die Rauschunterdrückung hat auch nicht geholfen, denn durch die dabei stattfindende Glättung gehen die Texturen der Blütenblätter vollständig verloren. Bevor ich das Bild gelöscht habe, habe ich noch einen Versuch in Schwarz-Weiß gestartet (Dank an dieser Stelle an Lenswork, die mich daran erinnert haben, dass Schwarz-Weiß immer noch eine lebendige Möglichkeit darstellt! Aber davon ein anderes Mal mehr.)

In der schwarz-weißen Fassung mag ich die leicht körnige Textur der Blütenblätter, die das Rauschen hervorhebt, sehr.

Seerose
Seerose
Was leider nicht sichtbar ist, sind die vielen kleinen und kleinsten Tröpfchen auf den Blütenblättern. Einige sind (als Flecken) auf dem Blütenblatt links in der Mitte (in der 9-Uhr-Position) sichtbar, aber es sind fast auf allen Blättern welche, und die sind unsichtbar. Entweder sind sie für die Auflösung hier zu klein oder meine Fähigkeiten reichen nicht aus, um sie sichtbar zu machen. Im Originalbild sind sie deutlich zu sehen.

Möchte jemand einen Abzug kaufen? ;-)

29 August 2010

Biene auf zerzaustem Sonnenauge

In der letzten Zeit habe ich viele Makroaufnahmen gemacht und dabei vor allem meine Sommer-Lieblingsblume, das Sonnenauge (Heliopsis) beobachtet.

Die Blüte des Sonnenauges hat einen spannenden Lebenszyklus, über den ich vielleicht in Zukunft einmal schreiben werde. Im folgenden Bild habe ich eine Blüte gegen Ende ihres Lebens gefunden: die Blütenblätter fallen auseinander und ab und das gesamte Erscheinungsbild ist ... zerzaust.

Trotzdem gab es offensichtlich noch genug Pollen und Nektar um Bienen anzuziehen.

Biene auf zerzaustem Sonnenauge

Ein leichter Wind hat die Blüte in sanfte Schwingungen versetzt und die Bienen haben auch nicht still gehalten, deshalb habe ich kein Stativ verwendet sondern die Kamera in der Hand gehalten. Obwohl die Nachmittagssonne hell war, habe ich etwas zusätzliches (Blitz-)Licht gebraucht um Bewegungsunschärfe zu vermeiden.

Also balancierte ich die Kamera in der linken Hand und das Blitzgerät an einem Kabel in der rechten .... keine Ahnung, was die Nachbarn gedacht haben. Andererseits sollten sie sich inzwischen an mich gewöhnt haben. ;-)

Ich glaube, ich werde bald eine Blitzschiene kaufen.
GJWPHT54U3TQ

10 August 2010

Windröschen XXV

Ungefähr ein Dreivierteljahr nach Windröschen im Gegenlicht habe ich ein weiteres Bild eines Rosa Windröschens, diesmal von vorn beleuchtet.

Windröschen XXV
Windröschen XXV

Die Blume wuchs im Schatten einer Hecke, deshalb gab ein Blitz links von der Kamera zusätzliches Licht. Ich habe einen Reflektor rechts von der Kamera verwendet um die Schatten aufzuweichen.

09 August 2010

Verfallende Schönheit und Lavendelrose

In letzter Zeit war ich sehr mit Dingen beschäftigt, die nichts mit Photographie zu tun haben. Zum Glück hatte ich trotzdem etwas Zeit das wunderbare Canon EF 100/2.8L USM Makroobjektiv auszuprobieren. Es hat viel geregnet, deshalb bietet der Garten gerade nicht die übliche Blumenpracht, aber für ein paar brauchbare Bilder hat es noch gereicht:

Verfallende Schönheit
Verfallende Schönheit

und

Lavendelrose
Lavendelrose

Beides sind - natürlich - Rosen. Die erste ist schon deutlich über den Zenit, die Blütenblätter sind verwelkt und abgestorben. Das Bild ist abends im Sonnenlicht aufgenommen worden mit Stativ.

Die zweite Rose ist frisch, mit Lavendel, in einer kleinen Vase. Der Hintergrund besteht aus schwarzem Stoff, die Beleuchtung aus zwei Blitzgeräten. Das eine ist rechts neben der Kamera platziert, das andere links hinter den Blumen.

19 Mai 2010

Feuershow

Sanja Vatra hat mich letzte Woche gebeten einige Photos ihrer Feuershow auf dem Uferlos Festival aufzunehmen. Auf die Gelegenheit habe ich mich sehr gefreut!

Das Wetter war scheußlich, es schüttete wie aus Kübeln. Trotzdem hat sich doch eine ganze Menge Leute versammelt um die tolle Darbietung zu sehen.

Sanja Vatra Poi Feuershow

Um das Feuer in Bewegung und etwas vom Hintergrund abzubilden habe ich lange (1/3 s) belichtet. Der Autofokus der Canon 5D fühlte sich eindeutig der Situation nicht gewachsen, so dass ich mit einer Blende f/8 für ausreichende Tiefenschärfe manuell scharf gestellt habe. Diese Entscheidungen haben ISO 400 für die richtige Belichtung des Feuers übrig gelassen.

Dann habe ich den Blitz auf ETTL mit -1 EV Kompensation engesetzt um Sanja richtig zu belichten. Nach der Blitzfolgezeit geschätzt hat der Blitz jedes Mal mit voller Ladung gezündet.

Die Bilder haben auf dem LCD der Kamera furchtbar ausgesehen und ich habe schon befürchtet, dass der ganze Aufwand umsonst war. Nachdem ich dann daheim angekommen, trocken und warm war sah das Ganze auf dem Computerbildschirm schon viel besser aus und mir ging es erheblich besser. :)

In diesem Flickr! Album gibt es noch ein paar Bilder von diesem Shooting.

01 Mai 2010

Tränendes Herz

Die Buschwindröschen vom letzten Mal sind inzwischen verblüht, leider ohne dass ich es geschafft hätte, sie noch einmal abzulichten. Stattdessen blüht jetzt das Tränende Herz - das ist der Kreislauf des Lebens.

Das Tränende Herz oder Zweifarbige Herzblume beziehungsweise lamprocapnos spectabilis stammt ursprünglich aus Korea und dem Norden und Westen von China, scheint aber in fast jedem milden Klima gut zu gedeihen. Deshalb ist sie eine sehr beliebte Zierpflanze.

Wir lassen sie einfach wachsen und schneiden im Herzbst die vertrockneten Stängel zurück. Das scheint ihr zu gefallen, denn sie kommt jedes Jahr noch schöner zurück.

Tränende Herzen in einer Reihe

Um das Photo aufzunehmen habe ich die Kamera auf einem Stativ aufgestellt und unglaublich lange Verlängerungsringe eingesetzt (über 50 mm bei einem 70-200 mm Objektiv). Trotz der Blende von f/16 war die Tiefenschärfe sehr gering, geschätzt 2-3 mm. Das und der leichte Wind, der die Blüten zum swingen gebracht hat, machte es zu einer echten Herausforderung ein scharfes Bild zu erhalten.

Mir hat besonders die Textur der unteren weißen Teile der Blüten gefallen. Ich hatte das vorher bei den "echten" Blüten nicht wahrgenommen. Das ist wohl ein gutes Beispiel, das Photographieren den eigenen Horizont und die Wahrnehmung für die Umwelt erweitern kann. :-)

25 April 2010

Weiße Buschwindröschen

Es ist endlich sonnig und warm geworden, der Frühling ist jetzt endgültig angekommen. Es ist so warm, dass wir auch Frühsommer haben könnten.

Diese wunderschönen weißen Blumen wachsen in unserem Garten unter einem Rosenbusch. Es handelt sich um Buschwindröschen (Anemone nemorosa).

Weiße Buschwindröschen

Die Blume ist sehr klein, etwa 2 cm im Durchmesser. Ich musste deshalb sehr nah mit einem Zwischenring zwischen Objektiv und Kamera an die Blume heranrücken. Natürlich war dazu ein Stativ notwendig. ;-)